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HandbikeBattle 2026: Durchhaltevermögen kennt keine Grenzen

Unter hochsommerlichen Bedingungen stellten sich am Donnerstag 125 Sportlerinnen und Sportler mit körperlicher Behinderung der ultimativen Herausforderung bei der zwölften Ausgabe der HandbikeBattle im österreichischen Kaunertal.

HandbikeBattle 2026: Durchhaltevermögen kennt keine Grenzen

Kaunertal (Österreich), 25. Juni 2026 – Unter hochsommerlichen Bedingungen stellten sich am Donnerstag 125 Sportlerinnen und Sportler mit körperlicher Behinderung der ultimativen Herausforderung bei der zwölften Ausgabe der HandbikeBattle im österreichischen Kaunertal. Mit reiner Armkraft bewältigten sie eine beeindruckende Strecke von mehr als 20 Kilometern mit 863 Höhenmetern. Wer jedoch glaubt, dass es bei der HandbikeBattle nur ums Gewinnen geht, irrt sich. Der größte Sieg gehörte allen, die den Mut hatten, ihre persönlichen Grenzen zu überwinden. Schon früh am Morgen lag eine gespannte Vorfreude über dem Kaunertal. Um 9.15 Uhr gab der Bürgermeister des Kaunertals den offiziellen Startschuss. Anschließend machten sich Teilnehmende aus ganz den Niederlanden – aus vierzehn Rehabilitationszentren sowie Einzelstarterinnen und Einzelstarter – auf den Weg über die berühmte Kaunertaler Gletscherstraße. Familien, Freunde, Einheimische, Schulkinder aus dem Tal und Hunderte von Unterstützern bildeten entlang der Strecke ein beeindruckendes Spalier und feuerten die Teilnehmenden unermüdlich an.

Mehr als ein Sportereignis

Die HandbikeBattle ist weit mehr als ein Wettkampf. Für viele Teilnehmende ist sie der Höhepunkt monatelangen Trainings während oder nach ihrer Rehabilitation. Es ist eine Woche, in der Sport, persönliche Entwicklung und Begegnung zusammenkommen. Die Teilnehmenden entdecken nicht nur, was körperlich möglich ist, sondern gewinnen auch Selbstvertrauen, Resilienz und eine neue Perspektive für ihre Zukunft. Der Anstieg verlangte allen alles ab. Die hohen Temperaturen machten die Strecke zusätzlich anspruchsvoll. Entlang der gesamten Route standen Freiwillige, Buddys, Sponsoren und Unterstützer mit Wasser, Abkühlung, Sonnencreme und vor allem mit unermüdlicher Motivation bereit. Gerade dieses starke Gemeinschaftsgefühl macht die HandbikeBattle Jahr für Jahr zu etwas ganz Besonderem.

Paralympische Spitzensportler geben zusätzliche Motivation

Auch in diesem Jahr begleiteten niederländische Paralympics-Stars von TeamNL die Teilnehmenden auf und entlang des Berges. Die mehrfachen Paralympics-Sieger Jetze Plat, der neue Chef de Mission von TeamNL für die Paralympischen Spiele in Los Angeles 2028, sowie Mitch Valize fuhren gemeinsam mit Chantal Haenen und Johan Reekers den ganzen Tag über die Strecke, um die Teilnehmenden persönlich anzufeuern. Ihre Unterstützung sorgte gerade in den schwersten Momenten für einen zusätzlichen mentalen Schub. Der emotionale Höhepunkt folgte im Ziel an der Ochsenalm. Dort wurden die Teilnehmenden mit tosendem Applaus, Umarmungen, Freudentränen und großer Erleichterung empfangen. Für viele bedeutete das Erreichen des Ziels weit mehr als eine sportliche Leistung – es war der Beweis dafür, dass sie stärker sind, als sie jemals gedacht hätten.

Alle sind Sieger

Bei der Siegerehrung wurden die sportlichen Leistungen gefeiert. Die Rijndam Racers nahmen den Wanderpokal als Bestes Team mit nach Hause. Zunächst wurde Mark Klop als Bester Bergfahrer ausgezeichnet. Bei einer nachträglichen Überprüfung der Zeiten stellte sich jedoch heraus, dass ein Berechnungsfehler vorlag. Dadurch belegte Mark letztlich den dritten Platz, und der Pokal ging an 2-7-2026 Willem van de Bovenkamp. Jaklien Tans und John Jongeneel waren die schnellste Frau beziehungsweise der schnellste Mann des Tages. Ein besonderer Moment war die Auszeichnung von Johnny Boers als Rookie of the Year. Nach einem schweren Motocross-Unfall, einer Querschnittlähmung, mehreren körperlichen Rückschlägen und dem Verlust seines Vaters hielt er unbeirrt an seinem Traum fest. Mit selbst entwickelten technischen Anpassungen an seinem Handbike, außergewöhnlichem Durchhaltevermögen und seiner ständigen Unterstützung für andere Teilnehmende wurde er für viele zu einer echten Inspiration. Die größte Anerkennung galt jedoch allen Teilnehmenden – auch denen, die unterwegs aufgrund ihrer körperlichen Grenzen entscheiden mussten, die Fahrt abzubrechen. Gerade das Erkennen und Akzeptieren der eigenen Grenzen erfordert Mut und zeigt, worum es bei der HandbikeBattle wirklich geht.

Gemeinsam auf den Gipfel

Während der Woche entstanden neue Freundschaften, Erfahrungen wurden geteilt und die Teilnehmenden fanden gegenseitiges Verständnis. Menschen, die sich noch mitten in ihrer Rehabilitation befinden, trafen auf Teilnehmende, die diesen Weg bereits gegangen sind und zeigten, dass trotz einer körperlichen Behinderung unzählige Möglichkeiten bestehen. Die HandbikeBattle beweist Jahr für Jahr, dass Sport weit mehr sein kann als Bewegung allein. Sie bringt Menschen zusammen, schenkt Vertrauen und zeigt, welche Kraft entsteht, wenn man an sich selbst und aneinander glaubt.

Wie es einer der anwesenden Vorstandsmitglieder nach der Veranstaltung formulierte:

„Ich habe in diesen Tagen einen außergewöhnlichen Zusammenhalt erlebt. Tief bewegt durfte ich diese Woche miterleben. Der Stolz auf die Teilnehmenden, die Freiwilligen und die Organisation ist riesig. Das ist eine Erinnerung fürs Leben.“ Mit einer stimmungsvollen Oranje-Party voller Musik, Tanz und strahlender Gesichter ging eine unvergessliche Ausgabe der HandbikeBattle zu Ende. Auf zur nächsten HandbikeBattle: 24. Juni 2027 im Kaunertal. „Als ich meine Grenzen kennenlernte, habe ich sie sofort ein Stück weiter verschoben.“ – Omdenken

Medienbilder

Kontaktperson

TVB Tiroler Oberland
Annalena Walch
Presse, Onlinemarketing