„ALPINE AWARENESS CAMPS“ starten ins dritte Projektjahr und präsentieren neue Plattform
Im Zeichen des nachhaltigen Outdoorsports.
Die „ALPINE AWARENESS CAMPS“ (AAC) starten erfolgreich in ihr drittes Jahr – und präsentieren zum Auftakt die neue AAC-Homepage, auf der die im Rahmen des INTERREG-Projekts erarbeiteten Inhalte nun für alle sichtbar werden. Sie richtet sich nicht nur an Outdoorsportler:innen, sondern auch an Touristiker:innen, die vom gewonnenen Know-how profitieren können.
Seit September 2023 arbeiten sechs Partner aus Tirol und Bayern grenzüberschreitend zusammen, um nachhaltigen Outdoorsport und alpine Bewusstseinsbildung neu zu denken. Getragen wird das Projekt vom Verein zur Information über alpine Gefahren, bekannt durch seine Initiative SAAC, und unterstützt im Rahmen des INTERREG VI-A Programms Bayern–Österreich 2021–2027 mit einer Förderquote von 75 % (EFRE) sowie einer ergänzenden Förderung durch das Land Tirol (15%).
Vom Lawinencamp zur Nachhaltigkeitsplattform
Seit 28 Jahren organisiert der Verein jährlich über 40 kostenlose SAAC-Camps zu den Themen Klettern, Klettersteig, Bike und Lawinen und hat dabei mehr als 33.000 Teilnehmende geschult. Mit dem Projekt AAC – Alpine Awareness Camps wurde diese Pionierarbeit nun um eine zeitgemäße Dimension erweitert: Neben der Sicherheit der Menschen steht der Schutz der Natur vor den Menschen im Mittelpunkt. Ziel ist es, dem wachsenden Trend zum Outdoorsport im freien Gelände mit einem verantwortungsvollen Ansatz zu begegnen.
„Wir schätzen uns glücklich, dank der Interreg-Förderung einmal mehr Pionierarbeit im alpinen Bergsport und Tourismus geleistet zu haben. Vor 28 Jahren gelang uns das mit den kostenlosen Lawinencamps SAAC – und findet nun mit AAC eine würdige, zeitgemäße Fortsetzung“, erklärt Thilo Bohatsch, Obmann des Vereins zur Information über alpine Gefahren.
Entwicklung und Umsetzung
Die Grundlagen für die neuen Inhalte wurden in den ersten beiden Projektjahren durch Workshops, eine Studie der Universität Innsbruck, Fortbildungen für SAAC-Bergexpert:innen sowie Awareness-Events geschaffen. Bei sechs AAC-Pilotcamps in Tirol und dem Allgäu von Dezember 2024 bis Juni 2025 wurden die entwickelten Formate erstmals in der Praxis getestet und weiter verfeinert. Das Feedback der Teilnehmer:innen floss direkt in die Gestaltung der finalen Campinhalte ein.
Mit dem Launch der neuen AAC-Homepage werden diese Ergebnisse nun gebündelt dargestellt. Neben umfassenden Informationen zu Sicherheit und Nachhaltigkeit bietet die Seite zwei zentrale Themenbereiche: Naturschutz und Academy.
Naturschutz und Academy im Fokus
Im Bereich Naturschutz finden sich zahlreiche Inhalte zu nachhaltigem Verhalten im alpinen Raum: von umweltfreundlicher Anreise – inklusive Fahrgemeinschafts-Tools und CO₂-Footprint-Rechner – über Tipps zu Re-Use und DIY-Reparatur bis zu Initiativen für Besucherlenkung, Müllvermeidung und Artenschutz. Zudem werden Naturparks und bestehende Nachhaltigkeitsnetzwerke der Partnerregionen vorgestellt. Die Plattform soll laufend erweitert werden und weiteren Initiativen die Möglichkeit bieten, sich einzubringen.
In der Academy stehen die wichtigsten Lerninhalte der SAAC-Camps erstmals als digitale E-Learning-Angebote zur Verfügung. Da die Nachfrage nach Campplätzen das Angebot deutlich übersteigt, können so künftig noch mehr Outdoorsportler:innen erreicht und Wissen über alpine Naturgefahren und nachhaltiges Verhalten breit vermittelt werden.
Wissenstransfer für den Tourismus
Im dritten Programmjahr liegt der Fokus zudem auf dem Transfer des gewonnenen Know-hows in den alpinen Tourismus. Bei Tourismustreffen und Branchenevents wird das AAC-Projekt aktiv vorgestellt – mit der klaren Devise: „Bitte kopieren!“ Die erarbeiteten Konzepte und Erkenntnisse stehen allen touristischen Organisationen kostenlos zur Verfügung und sollen als Vorbild für nachhaltige Weiterentwicklung dienen.
Gemeinsam für die Zukunft der Alpen
Mit der neuen Homepage wird sichtbar, was in zwei Jahren intensiver grenzüberschreitender Zusammenarbeit entstanden ist: ein umfassendes Wissensnetzwerk, das Sicherheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung im alpinen Raum verbindet. Gemeinsam mit der Universität Innsbruck, den Tourismusverbänden Tiroler Oberland Kaunertal und Kitzbüheler Alpen Brixental, der Allgäu GmbH und der Nebelhornbahn AG setzt der Verein zur Information über alpine Gefahren damit ein starkes Zeichen für die Zukunft des Bergsports.
„Wenn wir Wissen, Motivation und digitale Möglichkeiten vereinen, leisten wir einen echten Beitrag zum Schutz unserer Alpen“, resümiert Bohatsch.
Projektinformationen auf einen Blick:
Titel: Alpine Awareness Camps (AAC)
Projektträger: Verein zur Information über alpine Gefahren (SAAC)
Projektpartner: Universität Innsbruck, TVB Kaunertal, TVB Kitzbüheler Alpen Brixental, Allgäu GmbH, Nebelhornbahn AG
Förderprogramm: INTERREG VI-A Bayern–Österreich 2021–2027
Projektcode: BA0100043
Gesamtkosten: € 456.310,45 | Fördersatz: 75 % EFRE
Laufzeit: 09/2023 – 08/2026
Kontakt:
Verein zur Information über alpine Gefahren
Egerdachstraße 8, 6020 Innsbruck, Österreich
ZVR: 986214538 | UID: ATU74861312
Weitere Informationen: www.alpine-awareness.eu, Medienkontakt: SAAC, Birgit Gruber, birgit.gruber@saac.at, +43-676-5300200