Wandern | Themenwanderung

Kaunerberger Wasserweg

Der Kaunerberghang gehört mit einem mittleren Jahresniederschlag von knapp über 600 mm zu den trockensten Regionen Österreichs. Um es den Bauern zu ermöglichen, die notwendigen Ernteerträge zu erzielen, wurde 1947 im Zuge des Europäischen Wiederaufbaues, mit der Errichtung der Bewässerungsanlage Kaunerberghang begonnen. Finanziert wurde der Bau aus dem „European Recovery Program“ besser bekannt als Marshall-Plan. Im Jahr 1954 konnte die über 12 km lange Strecke, vom Gallruthbach bis zum Inn, fertig gestellt werden. Der Themenweg, der auf einem Teil der Strecke angelegt wurde, beschreibt den aufwändigen Bau dieses einmaligen Projektes.
 
Ausgangpunkt der Wanderung ist das Gemeindeamt Kaunerberg. Hier folgt man der Beschilderung erst ein Stück bergauf und biegt an der ersten Wegkreuzung rechts ab. Kurz darauf zweigt der Wasserweg nach links von der Straße ab und verläuft nun über einen Wiesenweg, der in einen Steig mündet. Nach dem Mühlbachstollen trifft der Steig auf die Forststraße, die nach Unterfalpetan führt. Vorbei am letzten noch ganzjährig bewohnten Hof von Falpetan, wandert man der Forststraße immer geradeaus folgend, weiter in Richtung „Wiesenhof, Falkaunsalm“. Unterwegs passiert man das Tosbecken am Engelsbach und man erreicht bald darauf den Brunnen im Weiler Oberfalpetan. Die schön gelegene Bank an der weiter oben liegenden Kapelle lädt zu einer Rast ein und man genießt den Ausblick auf das Kaunertal im Süden und die Gemeinden Kaunerberg, Kauns, Prutz und Ladis im Westen.
An der Abzweigung Oberfalpetan (1.630 m Seehöhe) bleibt man auf dem nach links beschilderten Wasserweg und biegt kurz darauf nach rechts auf einen Steig ab. Auf diesem sehr schönen Wegstück trifft man im Wald auf die Abzweigung zur Falkauns Alm. Später im Abstieg gelangt man an dieser Stelle wieder auf den Wasserweg. Ab jetzt folgt man der Beschilderung des Wasserweges und erreicht bald darauf die Forststraße und einen schönen Boden, den Hahntennen auf 1.870 m Seehöhe.
Vom Hahntennen aus folgt ein kurzes, aber landschaftlich besonders schönes Waldstück, bis zum Portal des 996 m langen Gallruthstollens. Für die spannende Durchquerung des Stollens ist es notwendig, eine gute Taschenlampe bzw. andere Lichtquelle mitzuführen! Kurz vor dem Tunnelende erreicht man ein Wasserbecken, sowie das einzige Stollenfenster. Dieses befindet sich in steilem Gelände und ist keine Ausgangsmöglichkeit! Man folgt dem Tunnel nun noch ein kurzes Stück und erreicht bald das Ende.
Wieder am Tageslicht angelangt, wandert man sanft ansteigend am letzten Stück des Hangkanals entlang und erreicht auf etwa 1.920 m das Speicherbecken des Gallruthbaches. Noch ein letzter, kurzer Anstieg und man kann, auf der im Sommer bewirtschafteten Gallruth Alm, eine schöne Rast einlegen.
Von der Gallruth Alm ausgehend folgt man dem markierten Steig in Richtung Falkauns Alm. Nach einer kurzen, steilen Wegpassage, die mit Geländern versichert ist, wandert man auf einem angenehm angelegten Steig weiter. Begleitet von einem stets herrlichen Panorama, führt der Weg im Bereich der Waldgrenze immer wieder durch Bestände mit Zirben und Lärchen, quert Almweiden und erreicht schließlich die Alm. Von der Falkauns Alm folgt man dem Steig in Richtung Kaunerberg, mitten durch die Weidefläche bergab zum Marterl. Weiter unten im Wald trifft man bei der oben genannten Abzweigung wieder auf den Wasserweg. Nun folgt man dem bereits bekannten Weg zurück nach Falpetan und wandert weiter bergab bis zum Ausgangspunkt am Gemeindeamt in Kaunerberg.
 
Tourendetails
6h
935m
15,2km
Höchster Punkt
1980m
Startpunkt
Gemeindeamt Kaunerberg
Endpunkt
Gallruth

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